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Agenda

Unter dem Motto „Raw Materials Momentum“ werden über mehr als 50 Referentinnen und Referenten in 25 Vortragssitzungen und Podiumsdiskussionen die Agenda des 18. MiningForum prägen.

Wir werden die Agenda an dieser Stelle in Kürze veröffentlichen.

 

Exkursionen/Geführte Touren

Im Anschluss an das MiningForum können Sie am Freitag, den 19. Juni, an einer unserer beiden Exkursionen teilnehmen. Die Teilnahme pro Person kostet 50,00 Euro, die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Buchungen bitte direkt per E-Mail an miningforum@dmt-group.com

Tour #1

Tour #1: Freitag, 19. Juni 2026, 17:00 Uhr

Treffpunkt: Brunnenstraße 105, 13355 Berlin
Dauer: 90 Minuten

Dunkle Welten: Zeitgeschichtliche Führung durch einen authentischen Ort

Hunderte von Menschen laufen täglich an einer grünen Tür im U-Bahnhof Gesundbrunnen vorbei, ohne zu ahnen, dass sich dahinter ausgedehnte, authentische und geschichtsträchtige Räume verbergen. Während des Zweiten Weltkrieges entstanden in Berlin unzählige Bunker, es wurden aber auch Räume im Bereich der U-Bahn zu Luftschutzzwecken ausgebaut. Im U-Bahnhof Gesundbrunnen entstanden auf mehreren Etagen unterirdische Schutzräume für Reisende und Anwohner. Noch heute ist dort unten zu spüren, wie unangenehm es einst gewesen sein muss, in den engen Räumen eingezwängt zu sein, im Hintergrund das Surren der Lüftungsanlagen und das Dröhnen der Bomber am Himmel. Heute beherbergen die Räume mehrere Abteilungen des Berliner Unterwelten-Museums, die Schwerpunkte wie Bombenkrieg und Luftschutz thematisieren. Gezeigt werden zusätzlich Funde aus Bunkern des ehemaligen Regierungsviertels sowie Kriegsschrott und Bodenfunde als Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkrieges.
Darüber hinaus vermittelt die Tour Wissenswertes über den zivilen Untergrund in Berlin. Was war die Rohrpost; was haben Brauereien mit dem Untergrund zu tun und wie entwickelten sich die Berliner U-Bahn-Linie 8 und Kanalisation?
Nach dem Krieg blieb die Luftschutzanlage vom Demilitarisierungsprogramm der Alliierten verschont, weil man bei einer Sprengung den U-Bahntunnel gefährdet hätte. Die Anlage fiel in einen »Dornröschenschlaf« und wurde 1998 vom Berliner Unterwelten e.V. wiederentdeckt.

Tour #2

Tour #2: Freitag, 19. Juni 2026, 17:00 Uhr

Treffpunkt: Badstraße/Ecke Böttgerstraße, 13357 Berlin
Dauer 90 Minuten

U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg

Im Kalten Krieg avancierte auch Berlins Untergrund zu einem brisanten Hotspot, an dem West- und Ostmächte frontal aufeinanderstießen. Wichtige Ereignisse dieser konfliktreichen Ära lassen wir am authentischen Ort – in dem unterirdischen Bauwerk Blochplatz – anschaulich Revue passieren.

Die Anlage Blochplatz, ursprünglich ein Produkt des U-Bahnbaus, ist noch im Zweiten Weltkrieg – vermutlich durch den Einsatz von Zwangsarbeitenden – zu einer öffentlichen Schutzanlage ausgebaut worden. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, nachdem die Anlage jahrelang in Vergessenheit geraten war, wurde sie zwischen 1981 und 1983 behelfsmäßig als Zivilschutzanlage instandgesetzt. Im Zusammenhang mit der Geschichte und Funktion dieses ungewöhnlichen Gebäudes reflektieren wir die verschiedenen Eskalationsstufen des Kalten Krieges: den Umgang mit der Angst vor der Atombombe – als die Welt am Abgrund stand, die deutsche und Berliner Teilung, die Berliner Luftbrücke, den spektakulären Spionagetunnel von Rudow, die Berliner Mauer, Kanalisationsfluchten und bewachte Geisterbahnhöfe. Durch die spezielle Atmosphäre und Geräuschkulisse der Anlage sowie durch Fotos, authentische Exponate und aussagekräftige Modelle, wie dem maßstabsgetreuen Nachbau einer verheerenden Atombombe mit massiver Zerstörungskraft oder der Rekonstruktion einer begehbaren Kanalisationsröhre, nimmt die Geschichte des Kalten Krieges im Untergrund konkrete Gestalt an.

Als ideologischer Ost-West-Konflikt bestimmte der Kalte Krieg die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Führung am historischen Ort veranschaulicht, wie damalige Bedingungen angesichts aktueller Kriege und der nach wie vor drohenden nuklearen Gefahr auch heute noch wirken und stellt die Frage: Was haben wir daraus gelernt?